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Finale für das Bruno Rother Gedächtnis Fond Stipendium 2020

Schon bei der Gründung des ersten Rotary Clubs 1905 durch Paul Harris in den USA stand das Motto „Service above self“ (Deutsch: „selbstloses Dienen“) fest und ist seitdem zum Leitmotiv aller Rotarier weltweit geworden. In Rotary International kommen Angehörige verschiedener Berufe unabhängig von politischen und religiösen Richtungen in mittlerweile 35.000 Clubs zusammen, die ein engmaschig über den Globus gespanntes Netzwerk bilden. „Rotary International hat als Dachorganisation aller Rotary Clubs den Auftrag, durch die Freundschaft seiner Mitglieder den Nächstendienst zu fördern, für moralisches Handeln und die Einhaltung hoher ethischer Standards einzutreten und sich für Frieden und internationale Verständigung einzusetzen“, so das Rotary-Selbstverständnis.

1974 wurde der Rotary Club Nürnberg-Fürth unter anderem von Bruno Rother gegründet. Mit seinem Engagement trug Rother maßgeblich dazu bei, die Ideale der Rotary-Bewegung im Großraum Nürnberg zu verbreiten. Zudem war Rother ein begeisterter Amateur-Dixieland-Jazzmusiker und spielte selbst Schlagzeug.

Ein Spendenaufruf des Rotary Club Nürnberg-Fürth zum Gedenken an Rother nach dessen Tod legte dann den Grundstein für das „Bruno Rother Gedächtnis Fond Stipendium“. Seit 2002 wird dieses mittlerweile mit 6.000 Euro dotierte Stipendium jährlich als Wettbewerb ausgeschrieben, für den sich junge Jazzschlagzeuger*innen, die an der Hochschule für Musik Nürnberg studieren, mit ihren Bands bewerben können. Zahlreiche mittlerweile bekannte Musiker haben als Studenten Preise gewinnen können.
Jede Ausgabe steht unter einem spezifischen Motto: 2010 zum Beispiel war es „The Music Of Thelonious Monk“, 2015 „The Music Of Sun Ra“ und zuletzt 2019 „The Music Of Attila Zoller“.

Zum ersten Mal findet 2020 das Finale im Rahmen von NUEJAZZ statt. Mit „The Music Of Snarky Puppy“ hat man dieses Jahr den Bewerber*innen keine leichte Aufgabe gestellt. Denn Snarky Puppy um den amerikanischen Bassisten Michael League ist mehr als nur eine Jazzband. Vielmehr begreift man sich als Kollektiv, das seit der Gründung 2004 in wechselnden Besetzungen weltweit zu hören ist.

Auch stilistisch lässt sich Snarky Puppy nicht so ohne weiteres festlegen: Jazz-Fusion mag der Kern der verschiedenen Programme sein. Doch das ist allenfalls der Rahmen, um aus in angrenzende Bereiche aktueller und historischer (Pop-) Musik vorzustoßen – von Soul und Funk über HipHop und R&B bis hin zu Formen elektronischer, digitaler Tanzmusik. Das wird einer der Gründe sein für den enormen Erfolg, den Snarky Puppy auch und gerade bei einem jüngeren Publikum hat. Für die Finalbands heißt das, dass sie die sprichwörtliche Qual der Wahl haben, wenn sie sich dem Phänomen Snarky Puppy annähern.

Wir danke allen Beteiligten für Ihre Beiträge und wünschen ihnen viel Erfolg!

 

Ticket → SAAL: Kostenfrei mit Anmeldung (Anmeldebeginn am 01.10.)

 

Anmeldung bitte per Mail (kulturwerkstatt@stadt.nuernberg.de)
oder Telefon (0911 231 79555)