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Fo Sho

 

Die Eltern von Miriam, Siona und Bethlehem Endale kommen aus Äthiopien und haben sich noch zu Sowjet-Zeiten in der Ukraine kennengelernt, wo sie Medizin studierten. Die drei afro-ukrainischen Schwestern wuchsen in Charkiw im Nordosten der Ukraine auf, dort gründeten sie auch ihre HipHop-Crew Fo Sho. War es für sie schon in ihrem Heimatland oftmals nicht leicht, sich zu ihrer jüdisch-ukrainisch-äthiopischen Identität zu bekennen, so ist es jetzt, nachdem sie wegen des Krieges in der Ukraine nach Deutschland flüchten mussten, noch schwieriger geworden. „Wenn wir hier in Deutschland mit dem Bus fahren, müssen wir uns immer erklären“, erzählt die Älteste der drei Fo Sho-Schwestern, Bethlehem: „Menschen aus der Ukraine dürfen hier den ÖPNV kostenlos nutzen.“
Schon vor dem 24. Februar dieses Jahres waren die Lyrics der drei Schwestern oftmals unbequem. Darin ging es auch um gesellschaftspolitische Themen wie zum Beispiel Meinungsfreiheit oder die Natur der Kunst, die sie kunstvoll in ihre Verse packten und über pulsierende Beats zu rappen wussten. „In complete darkness we are all the same/Don’t let your eyes deceive you“ ist so ein Beispiel für den Flow der Raps von Fo Sho. Jetzt aber, nachdem Russland seinen Nachbarn Ukraine mit einem grausamen Krieg überzogen hat, greifen die drei ukrainischen Europäerinnen, wie sie sich auch gerne beschreiben, in ihren Tracks dessen Folgen für die Ukrainer*innen auf und machen das Experiment, nicht mehr nur auf Englisch, sondern auch in ihrer Muttersprache Ukrainisch zu rappen, um ihre unverbrüchliche Verbundenheit und unmissverständliche Solidarität mit ihrer Heimat zu verdeutlichen.

 

Betty Endale – voc / Siona Endale – voc / Viacheslav Semenchenko – turntable

 

 

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