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23. OKTOBER – 15. NOVEMBER 2026

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Viele weitere Eindrücke von den vergangenen Festivals und Veranstaltungen findest Du in unserem Archiv und im Portrait-Archiv.

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  1. In weniger als 3 Monaten beginnt das NUEJAZZ Festival 2026

    Liebe NUEJAZZ Community,der Vorverkauf läuft und in weniger als drei Monaten beginnt bereits das Festival.Um die Wartezeit ein wenig zu verkürzen, spielen wir am kommenden Freitag, 31. Juli, zwischen 19:00 und 22:00 Uhr im Rahmen der Jubiläumsausgabe des Bardentreffens auf der NUEJAZZ-Bühne vor dem Hotel Karl August im Augustinerhof.Zwar nicht Teil der Band, aber dafür wieder Schirmherr des NUECOMER Jazz Awards ist unser Oberbürgermeister Marcus König. Vielen Dank an der Stelle für den Support.

    Marco Kühnl, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg Marcus König und Frank Wuppinger (v. l. n. r.) © Cassandra PerlSpannend ist auch die erneute Kooperation Jazz & Design. Eine Ausstellung, die das Festival begleiten wird. Studierende der Fakultät Design der OHM Nürnberg zeigen, wie Musik und Gestaltung miteinander verschmelzen. Plakate, Illustrationen, Typografie und visuelle Geschichten eröffnen neue Perspektiven auf den Jazz. Los geht’s mit der Vernissage am Freitag, den 23. Oktober um 20:00 in der Kulturwerkstatt auf AEG. Der Eintritt ist frei. Hier geht es zum Teaser-Video auf Instagram.

    Wie eng Design und Musik miteinander verbunden sind, zeigt sich an dem Abend auch auf der Bühne: Mit "TRANSIENT"präsentieren Visual Artists der TH Nürnberg gemeinsam mit dem Trio Vier und dem norwegischen Jazz-Tubisten Lars Andreas Haug ein außergewöhnliches audiovisuelles Konzert. Mehrere Projektionsflächen, vier im Raum positionierte Musikerinnen und die Verbindung aus Komposition, Improvisation und Live-Visuals schaffen ein Konzerterlebnis, das Musik sichtbar und Design hörbar macht.

    Und neben der Musik haben wir dieses Jahr auch einen ganz besonderen Workshop im Angebot. Gerald Clayton gibt in seinem Workshop "Essential Responsibilities of an Improvising Musician" spannende Einblicke in die Kunst der Improvisation. Anhand praktischer Beispiele spricht der mehrfach Grammy-nominierte Jazzpianist über musikalische Intention, Ausdruck, Harmonik und Groove. Ein inspirierender Workshop für Musiker
    innen und alle, die Jazz aus einer neuen Perspektive erleben möchten. Am Samstag, den 14. November 2026verwandelt sich der Festsaal das Künstlerhauses Nürnberg in eine Kreativwerkstatt. 

    Wir freuen uns auf Euch!!
    Euer NUEJAZZ-Team

  2. Vorverkauf 2026 gestartet

    Liebe NUEJAZZ Community,
    der Vorverkauf ist gestartet, das neue Design steht und der Start in die Festivalsaison ist geglückt. Das Wichtigste gleich vorweg: Tickets für das NUEJAZZ Festival 2026 (23. Oktober – 15. November) gibt’s ab sofort! 🎟️

    Am vergangenen Mittwochabend feierten rund 30 geladene Gäste bei einer Kitchenparty den diesjährigen Auftakt. Ein Abend, der Musik und Ästhetik perfekt vereinte. Im Mittelpunkt stand das neue Design. Marco Kühnl, Frank Wuppinger und Julian Blumenthaler sorgten als musikalisches Trio live für besondere Klangmomente in den schicken Räumlichkeiten von inarc by Einrichter in Fürth. Ergänzt durch feinste DJ-Sounds von Melasoul und kühle Drinks der Brauerei Hofmann, des Weingut Meuserts und von Campari. Für die kulinarischen Highlights sorgte El Paradiso Catering. Zur Bildergalerie der Kitchenparty. 

    Zudem haben wir auch in diesem Jahr wieder eine ganz besondere Kooperation mit der akustika Nürnberg, die vom 24. bis 26. April die Messe Nürnberg in „A house full of music“ verwandelt. Freut euch auf 250 Aussteller*innen aus 24 Ländern und 80 Konzerte auf 5 Bühnen. Wir verlosen Tickets auf unseren Social-Media-Kanälen. Schaut gern vorbei und sichert euch eure Tickets.Neben dem NUEJAZZ Festival 2026 müsst ihr auch die nächste Lounge Session am 21. Mai im Karl August im Kalender eintragen. Bereits zum vierten Mal verwandelt das NUEJAZZ Compansions Quartett die schicke Lounge des Hotels Karl August im Augustinerhof in eine Bühne. Michael Flügel am Piano, Marco Kühnl am Bass und Christoph Huber am Schlagzeug begrüßen diesmal den Jazz-Violinisten Julian Blumenthaler, der mit seinem unverwechselbaren Sound die Rolle der Geige im Jazz neu definiert und Tradtion, Innovation und improvisatorische Freiheit verbindet. 

    Wir freuen uns auf Euch!!

  3. Nach dem Festival ist vor dem Festival

    Liebe NUEJAZZ Community,
    vor zehn Tagen ist das diesjährige NUEJAZZ Festival zu Ende gegangen. Zahlreiche musikalische Highlights begleiteten uns in den letzten Wochen. Das NUEJAZZ Festival 2025 in Nürnberg und Erlangen war auch diesmal ein Magnet für Zuschauerinnen jeden Alters aus aller Welt. So wie auch die Künstlerinnen, die aus allen Kontinenten nach Nürnberg kamen, wie z.B. KNOWER aus den USA, die den Saal des Z-Baus zum Kochen brachten. 

    Und hier geht’s zu ein paar Impressionen des Festivals zum durchklicken.Der bis auf den letzten Platz ausgebuchte NUECOMER Jazz Award in der rappelvollen Kulturwerkstatt auf AEG unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Marcus König gab bereits zum dritten Mal Nachwuchsbands der bayerischen Musikhochschulen eine Bühne. Die Siegerband Fragments Speak durfte sich über ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro freuen. Das Thomas Schießl Quintett und das Silberwort Ensemble belegten die Plätze 2 und 3 mit 2.000 bzw. 1.000 Euro Preisgeld. 

    Wir sehen uns beim NUEJAZZ 2026!

  4. Letzte Vorbereitungen fürs NUEJAZZ Festival 2025

    Vor vier Wochen heizte das Moses Yoofee Trio bereits beim Club Series Konzert das E-Werk ein. In einer Woche ist die Clubbühne in Erlangen dann wieder Auftakt für das diesjährige Festival. Shuteen Erdenebataar am Klavier und Simon Popp an den Drums zeigen bei ihren Solokonzerten, warum sie zu den besten ihrer Art gehören.Im Z-Bau wiederum erwartet euch dieses Jahr sogar ein Foodtruck an den vier Konzertabenden. Das Team von JB Company um Jens Brockenhof kredenzt euch saftige Burgervariationen und Pommes, damit ihr auch gut gesättigt der Musik lauschen könnt. Neben der Fleischvariante ist hier auch an eine leckere vegane Option gedacht worden.

NUEJAZZ/ Festival wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung von

Hauptsponsoren
Co-Sponsoren
Förderer*innen
Kooperationspartner*innen
Medienpartner*innen
  1. Ibrahim Maalouf & The Trumpets of Michel-Ange Vol. 2

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    Ibrahim Maalouf ist mehr als ein Jazzer. Er ist ein Geschichtenerzähler, ein Brückenbauer zwischen Orient und Okzident und einer der wenigen Instrumentalisten, die es schaffen, die Energie aus der Symbiose orientalischer Musik und Jazz mit der Tiefe philosophischer Gedanken zu vereinen. Nach zwei Grammy-Nominierungen, weltweit ausverkauften Veranstaltungssälen und über einer Million verkaufter Alben kommt der Ausnahmemusiker mit seinen »T.O.M.A« (Trumpets of Michel-Ange) nach Nürnberg.

    Maalouf spielt eine ganz besondere, von seinem Vater entwickelte Viertelton-Trompete. Nur sie erlaubt es ihm, jene mikrotonalen Nuancen zu spielen, die für die arabische Musik so charakteristisch sind. Es ist ein Sound, der direkt unter die Haut geht. Durch ein viertes Ventil verbindet sie westliche Tonleitern mit den Klängen des Orients und ermöglicht damit einen Sound ohne Grenzen. Erleben kann man eine Fusion aus festlicher orientalischer Nostalgie und modernem, urbanem Groove. Maaloufs Musik ist hochanspruchsvoll, geht aber sofort ins Blut, egal ob man Jazz-Experte ist oder einfach nur gute Musik liebt. »T.O.M.A« ist nicht nur ein Bandname oder Albumtitel, sondern eine Bewegung. Es ist ein Abend, der die Vielfalt unserer Gesellschaft feiert.

    Geboren im Libanon und aufgewachsen in Frankreich, hat Maalouf die Trompete revolutioniert. Er hat mit Stars von Sting, Elvis Costello, Mark Turner, Larry Grenadier, Trilok Gurtu bis Marcus Miller zusammengearbeitet und füllt heute große Hallen. Sein neunköpfiges Ensemble »The Trumpets of Michel-Ange« steht für einen sehr dichten, fast orchestralen Sound und ist eine Hommage an die Handwerkskunst und die Leidenschaft – passend dazu hat er sogar eine eigene Trompetenlinie entworfen, um die nächste Generation von Musiker*innen zu inspirieren.

    Donnerstag / 12. November
    20:30
    Z-Bau→ Saal
    Information / Z-Bau
    UNBESTUHLT TICKETS
    Pressefoto Ibrahim Maalouf

    © Yann Orhan

  2. European Jazz Companions Orchestra feat. Marion Rampal

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    »Companions« ist ein angenehm altmodisches Wort. Es erinnert an Menschen, die gemeinsam unterwegs sind, ohne sich dabei dauernd gegenseitig erklären zu müssen. Genau so funktioniert auch das European Jazz Companions Orchestra, ein deutsch-französisches Ensemble aus jungen, besonders talentierten Musikerinnen und Musikern. Ins Leben gerufen vom NUEJAZZ Festival und der französischen Kulturorganisation SYL Production.

    In diesem Jahr zu Gast: Marion Rampal aus Frankreich. Ihres Zeichens beherzte Grenzkontroll-Verweigerin, die Jazz in Chansons oder Blues in Folk schmuggelt, und dazu gerne mit kräftig-kreolischen Einflüssen hantiert. Alles dabei, nichts sauber getrennt – das funktioniert bestens.

    Den spielerischen Umgang mit Genres hat sie wahrscheinlich schon als Kind in Marseille gelernt. Familie Rampal lebte Musik, die Mutter erfand Schlaflieder, der Großvater spielte Nat-King-Cole-Songs auf dem Klavier. Als Teenager schrieb Marion eigene Liederbücher – inspiriert unter anderem von Jim Morrison, Jeff Buckley und Joni Mitchell. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie durch die Zusammenarbeit mit dem legendären Jazz-Saxofonisten Archie Shepp – was ungefähr so ist, als würde eine junge Fußballerin plötzlich mit Lionel Messi auf dem Platz stehen. Und auch noch treffen!

    Samstag / 24. Oktober
    20:30
    Kulturwerkstatt Auf AEG→ Großer Saal
    Information / Kulturwerkstatt Auf AEG
    BESTUHLT TICKETS

    © Sylvain Gripoix

    Pierre Bertrand (FR) – Leitung, Flöte / Marion Rampal (FR) – Gesang / Vincent Tyson (DK) - Alt Saxofon / Estelle Marie Dupont (GER) - Tenor Saxofon / Leo Guédy (FR) - Baritone Saxofon / Joel Chausse (FR) - Trompete / Camilla H. Jeppesen (DK) - Trompete / Dima Sibir (GER) - Trompete / Anton Langdahl (DK) - Posaune / Fabius Mey (GER) - Posaune / Max Teakle (FR) - Piano / Frank Wuppinger (GER) - Gitarre / Natasha Zaychenko (GER) - Bass / Louis Guignier (FR) - Percussion / Jan Zeimetz (GER) - Schlagzeug

  3. Los Sara Fontan

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    Wenn die Violinistin Sara Fontan und der Schlagzeuger und Elektronikmusiker Edi Pou sich als Los Sara Fontan zusammentun, entsteht ein intensiver Klangkosmos aus Violine, Elektronik, Schlagzeug und Live-Effekten, aus Improvisation, Risiko und maximaler Präsenz. Und nach drei Minuten merkt man: Das wird kein netter Konzertabend, da wird was passieren!

    Sara Fontan und ihre Violine – als hätte jemand die klassische Musik aus dem Fenster geworfen und unten mit Stromkabeln, Effektgeräten und Nylonsaiten wieder zusammengeflickt. Neben ihr: Edi Pou, Elektroniker und Rhythmusmaschine, bekannt auch durch ZA!, sein anderes Duo, das im dadaistischen »Free-Noise« zuhause ist.

    Los Sara Fontan ist eine prägende Stimme der experimentellen Musikszene Barcelonas und fertigt Songs nicht im klassischen Sinn, sondern baut Zustände, legt Spannungen, vermisst Räume. Und reißt dann alles wieder ein. Ein Mix aus Klassik, Noise, Drone, Post-Rock, Free Jazz. Fragile Minimalismen neben eruptiven Klangwänden. Internationale Festivalauftritte führten Los Sara Fontan unter anderem zum Eurosonic Festival, Womad, Haldern Pop und in zahlreiche renommierte Avantgarde-Spielstätten.

    Lange haben die beiden bewusst keine Platten veröffentlicht, weil ihre Musik eigentlich nur im Moment existieren sollte, im Raum und im Risiko. Live entfaltet so ein Konzept natürlich seine besondere Intensität. Da sind keine festen Abläufe, keine kalkulierten Höhepunkte – stattdessen ein Konzert, das sich ständig dynamisch verändert und genau daraus seine besondere Spannung bezieht.

    Mittwoch / 28. Oktober
    20:00
    E-Werk→ Saal
    Information / E-Werk
    TEILBESTUHLT TICKETS

    © Tamara de la Fuente

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    Sara Fontan – Violine und Keyboard / Edi Pou – Percussion

  4. Shalosh

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    Shalosh kommen aus Israel und spielen Musik, die klingt, als würden sich ein Radiohead-Album, ein klassisches Klavierstudium und ein langer nächtlicher Autobahntrip auf einen Drink treffen.

    Gadi Stern am Piano, David Michaeli am Bass und Matan Assayag am Schlagzeug bauen ihre musikalischen Räume gerne komplett um. Erst fast zärtlich: einzelne Töne, Melodien, irgendwo zwischen Sehnsucht und Soundtrack. Und dann plötzlich: Druck. Groove. Eskalation. Verstärker: aufgedreht.

    Man ahnt es schon: Shalosh interessieren sich nicht besonders für Genre-Grenzen oder Dogmen. In ihrer Musik tauchen Rock, Klassik, elektronische Sounds und Pop ganz selbstverständlich nebeneinander auf. Alles wirkt unmittelbar, körperlich, live gedacht. Deshalb funktionieren ihre Cover-Versionen so gut: Sie spielen Songs nicht nach, sie fummeln sie auseinander und setzen alles neu zusammen.

    Ihr aktuelles, sechstes Album »What We Are Made Of« zeigt genau das: radikal neu gedachte Popsongs – darunter »Don’t Look Back in Anger« von Oasis, »Torn« von Natalie Imbruglia oder sogar »Barbie Girl«. Der Titel soll auf ihre gemeinsame musikalische Identität verweisen, auf alles, was sie geprägt hat: Tourneen, Inspirationen und das große, gewachsene Vertrauen zueinander. Schlagzeuger Matan beschreibt die Band als »geschützten Raum«, in dem alles möglich, alles erlaubt ist. Was einen vielleicht daran erinnern könnte, dass Jazz manchmal besonders spannend ist, wenn er kurz vergessen hat, dass er Jazz ist.

    Mittwoch / 28. Oktober
    21:00
    E-Werk→ Saal
    Information / E-Werk
    TEILBESTUHLT TICKETS

    © Ben Palhov

    Gadi Stern – Piano / Matan Assayag – Schlagzeug / David Michaeli – Bass

  5. Bill Frisell Trio

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    Fest steht: Auch ein scheuer Gitarren-Virtuose muss mal feiern. Bill Frisell wird 75 Jahre alt und wir lassen ihn und sein Trio in Nürnberg hochleben. Der geniale Individualist wurde sozusagen on the road geboren: Seine Eltern verpflanzten den kleinen Bill nach seiner Geburt direkt von Baltimore nach Denver. Im nagelneuen Plymouth ging es für die Familie quer durch die USA und Frisell erinnerte sich später: »Da blieben vor allem schmutzige Windeln zurück«. Irgendwie beruhigend zu wissen, dass selbst große Musiker auf diese Weise erste Spuren in der Welt hinterlassen haben...

    Und apropos Familie: Schon Opa Frisell spielte Geige, Kornett und Baritonhorn, mit drei Jahren hielt Bill seine erste Ukulele im Händchen, lernte dann Klarinette, anschließend Gitarre, verfiel dem Jazz und heftet nun seit 40 Jahren zusammen, was nicht immer zusammengehört – auf den ersten Ton. Blues, Bluegrass, Pop, Country, Americana und Avantgarde sagen sich bei ihm guten Tag, ganz ohne Streitigkeiten. »Ein sanfter Freigeist, der stets gewaltigen Einfluss hatte«, urteilte The New Yorker.

    Zum Jubiläum präsentiert Bill Frisell sein neues Album »In My Dreams« und setzt mit den beiden New Yorkern Luke Bergman am Bass und Tim Angulo am Schlagzeug seinen unverwechselbaren musikalischen Weg fort. Offen, konzentriert und grenzenlos frei – nur diesmal ohne Plymouth.

    Freitag / 30. Oktober
    20:00
    Kulturwerkstatt Auf AEG→ Großer Saal
    Information / Kulturwerkstatt Auf AEG
    BESTUHLT TICKETS

    © Kory Thibeault

    Bill Frisell – Gitarre / Luke Bergman – Bass / Tim Angulo – Schlagzeug

  6. Brandee Younger Trio

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    Die Harfe und ich. Brandee Younger macht mit ihrem Instrument Dinge, die so eigentlich nicht vorgesehen waren. Die prägende Stimme des modernen Harfenklangs verbindet Jazz, RnB und Klassik und klingt dabei nie museal oder ehrfürchtig rückwärtsgewandt – obwohl die ganz großen Jazz-Harfenistinnen irgendwie mit im Raum stehen: Dorothy Ashby, Alice Coltrane. Zwei wichtige Bezugspunkte, das schon, aber Brandee führt keinen Traditionsbetrieb, sondern ihr Trio sehr entschlossen durch die Gegenwart.

    Geboren 1983 in Hempstead, New York, hat sie die Harfe mitten in eine Musik gestellt, die atmet, pulsiert und (an)schiebt. Sie spielte mit Ravi Coltrane, Pharoah Sanders, Common, Lauryn Hill, John Legend, Stevie Wonder, The Roots, Makaya McCraven – also mit Leuten, die ihren ganz eigenen musikalischen Wegen folgen. Und trotzdem erkennt man einen Brandee-Younger-Beitrag sofort. Star-Produzent Quincy Jones holte sie 2019 in sein Projekt »Soundtrack of America« – fünf Konzertabende, die schwarze Musik in den USA nachzeichneten, und Beyoncé verwendete Brandees Musik in ihrem Film »Homecoming«.

    Dass sie 2021 mit »Somewhere Different« auf dem legendären Impulse!-Label landete, wirkt da im Nachhinein fast zwangsläufig. Für »Beautiful Is Black« bekam sie eine Grammy-Nominierung in der Kategorie »Best Instrumental Composition«, und ihr Album »Brand New Life«, basierend auf wiederentdeckten Kompositionen Dorothy Ashbys, wurde 2024 mit dem NAACP Image Award als »Outstanding Jazz Album« ausgezeichnet.

    Und jetzt ihr jüngstes Album: »Gadabout Season«. Elektronische Texturen, rhythmische Offenheit, oder, um es mit Produzent Rashaan Carter zu sagen: »An afrofuturist sonic palette« – teilweise aufgenommen mit der restaurierten Harfe von Alice Coltrane.

    Mit dem Brandee Younger Trio erwartet das Publikum des NUEJAZZ Festivals ein intensives Konzerterlebnis zwischen meditativer Schönheit, Groove und Abenteuerlust – Musik, die Tradition respektiert und doch immer nach vorne denkt.

    Samstag / 31. Oktober
    20:00
    Kulturwerkstatt Auf AEG→ Großer Saal
    Information / Kulturwerkstatt Auf AEG
    BESTUHLT TICKETS

    Brandee Younger – Harfe / Ele Howell – Schlagzeug / Rashaan Carter – Bass

  7. Gerald Clayton Solo

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    Andere Familien reden beim Abendessen über den Wetterbericht, die Claytons diskutierten wahrscheinlich über Harmonien und Bassläufe. Gerald Clayton, heute eine prägende Stimme des zeitgenössischen Jazz, wächst in einer Musiker-Blase auf. Sein Vater ist der legendäre Kontrabassist John Clayton, sein Onkel der Saxofonist Jeff Clayton. Superstar Diana Krall, eine enge Freundin der Familie, passte manchmal auf den kleinen Gerald auf – Jahre später spielte er in ihrer Band Klavier.

    Und nein, er führt nicht einfach das Familienunternehmen weiter. Gerald Clayton hat sich am Piano seine ganz eigene Sprache erarbeitet, schreibt Filmmusiken, begleitet Kunstprojekte, und wenn mal keine Konzerte anstehen, zieht es ihn in seiner Heimat nahe Los Angeles ans Meer. Surfen und Klavierspielen haben ja auch einiges gemeinsam: Man muss in den richtigen Moment gleiten – erzwingen lässt sich weder die perfekte Welle noch die perfekte Improvisation.

    NUEJAZZ präsentiert Gerald Clayton solo am Klavier. Ein konzentriertes und sehr persönliches Klangerlebnis – mit Raum für Stille, Nuancen, Dynamik und spontane Einfälle.

    Freitag / 13. November
    20:00
    Künstlerhaus→ Festsaal
    Information / Künstlerhaus
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    © Ogata

  8. Jowee Omicil sMiLes: Freedom in Every Note

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    Bei »Taschentrompete« denken manche Leute vielleicht an Zaubertricks. Und, okay, Jowee Omicil entlockt seiner »pocket trumpet« garantiert ein paar magische Töne. Vor allem aber ist sie wichtiger Bestandteil seines extragroßen Instrumenten-Bestecks: Saxofon, Klarinette, Flöte, Klavier, Rhodes-Piano und natürlich – Stimme.

    Man nannte ihn schon den »Liebespriester des Jazz«, der keine Konzerte gibt, sondern »Messen abhält«. Das erklärt einiges – ziemlich gut. Sein haitianischer Vater war Pastor, in der Kirche wurde Musik gemacht, gesungen, improvisiert. Für Jowee gab es erst Gospel, dann Jazz. Und den spielte er nach seinem Studium in Boston mit Künstlern wie Ornette Coleman, Roy Hargrove, Marcus Miller oder Wyclef Jean.

    Mit seinem Projekt »sMiLes« nähert er sich dem Erbe von Miles Davis auf eigenwillige Weise. Nie ehrfürchtig, immer furchtlos. Begleitet von den Schlagzeugern Yoann Danier und Taylor Philemon sowie Elvin Bironine am Bass, umarmt er Jazz, Soul, Hip-Hop, karibische Einflüsse, Sound-Poesien und Momente völliger Freiheit. Jeder Abend ist anders, ohne Masterplan, ohne Sicherheitsgeländer – aber wahrscheinlich mit fantastischer Aussicht.

    Freitag / 13. November
    21:15
    Künstlerhaus→ Festsaal
    Information / Künstlerhaus
    BESTUHLT TICKETS

    © Juri Hiensch

    Jowee Omicil - Saxofon, Klarinette, Flöte, Taschentrompete, Rhodes-Piano, Gesang / Yoann Danier – Schlagzeug / Taylor Philemon – Schlagzeug / Elvin Bironine - Bass