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Die Triobesetzung mit Gitarre, Schlagzeug und Hammond-B3-Orgel ist seit Langem überaus populär: im Jazz ebenso wie in der Pop- und Rockmusik. Da gab es diesen mitreißenden Soul-Jazz in den 1960er-Jahren, als Jimmy Smith oder Jack McDuff die Hammond-Orgel wild fauchen und grooven ließen. Da gab es aber auch einen Larry Young, der auf der Hammond B3 im Trio Lifetime mit dem Schlagzeuger Tony Williams und dem Gitarristen John McLaughlin den Jazz mit dem Rock zu fusionieren versuchte. Und da gab es die Super-Group Emerson, Lake & Palmer, die in den 1970ern mit ihrem Heavy-Rock weltweit die Konzerthallen füllte. Aktuell ist es noch immer das Trio Medeski, Martin & Wood, das seit nunmehr 25 Jahren mit einem wilden Jam-Jazz-Rock durch die Lande zieht – allerdings mit einem Bass anstelle der Gitarre.

 

Und es gibt seit einigen Jahren Ibrahim Electric aus Dänemark. Der Gitarrist Niclas Knudsen, der Organist Jeppe Tuxen und der Schlagzeuger Stefan Pasborg sind sich der großen Tradition dieser Triobesetzung sehr wohl bewusst. Doch gehen die drei Dänen als Ibrahim Electric keineswegs retrospektiv zu Werke. Die Leistungen der Altvorderen des sogenannten Hammond-Jazz dekonstruieren sie und setzen die herausgeschlagenen Bruchstücke neu zusammen. Auf dem Humus aus Jazz und Rock erwächst ein wild wucherndes Gestrüpp, dessen dornige Zweige sich überall dort verhaken, wo ihnen Vorsprünge und Unebenheiten die Gelegenheit geben. Laut und lärmig, ungestüm und harsch klingt Ibrahim Electric in der Regel, zuweilen überhaupt nicht am Groove orientiert strömt die Improvisationsmusik der drei über felsig schruntige Kaskaden: punkig und rotzig in der Haltung, expressiv im Ausdruck.

 

Tagesticket → SAAL: VVK 24,50 € / AK 29,00 €

ermäßigt: VVK 22,00 € / AK 26,00 €

Nürnberger Jazzmusiker e.V.: VVK 12,25 € / AK 14,50 €

Alle VVK-Preise zuzüglich Gebühren)*

 

 

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