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Blütezeit für den sogenannten „Spiritual Jazz“ war Ende der 1960er- und Anfang der ’70er-Jahre. Nach dem jähen Tod des Saxofonisten John Coltrane im Juni 1967 haben sich damals einige Musiker auf den Weg gemacht, den emotionalen Cry des amerikanischen Free Jazz dieser Zeit regelrecht spirituell aufzuladen, um auf eine neue Bewusstseinsebene zu kommen – wie zum Beispiel die Saxofonisten Gary Barz und Pharoah Sanders, aber auch die Witwe Coltranes, die Pianistin und Harfenistin Alice. In langen und weiten Bögen mit riffartigen Phrasen versetzten sie sich und ihr Publikum in Trance, ihre Konzerte, aber auch ihre Studiosessions erinnerten mit ihren repetitiven Sequenzen eher an das Chanting von buddhistischen Mönchen als an den Blues der Afroamerikaner.

Maisha heißt ein Sextett, das der junge Londoner Schlagzeuger Jake Long vor zwei Jahren ins Leben gerufen hat, um den Spiritual Jazz von vor 50 Jahren neu zu beleben und ins Hier und Heute einer aktuellen Musik zu holen. Im Mittelpunkt steht der Afro-Beat mit seinem durchlaufendem Puls von der Bassdrum, der aber stets rhythmisch aufgebrochen und ins Stolpern gebracht wird. Auf diese Grundlage setzen sich ein pluckernder Bass, prägnante Single-Note-Riffs der Gitarre, weite Klangflächen des Keyboards und ohrwurmartige Hooklines des Tenorsaxofons. Diese so zupackend groovende Musik entwickelt einen hypnotischen Sog, der ebenso kennzeichnend ist für den altehrwürdigen Spiritual Jazz wie für die Performances dieser jungen Londoner Szene.

 

Tagesticket → SAAL: VVK 24,50 € / AK 29,00 €

ermäßigt: VVK 22,00 € / AK 26,00 €

Nürnberger Jazzmusiker e.V.: VVK 12,25 € / AK 14,50 €

Alle VVK-Preise zuzüglich Gebühren)*

 

 

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