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1984 wurde Shabaka Hutchings in London geboren. Als er sechs Jahre alt war, zog seine Familie nach Barbados, der Heimat des Vaters. Als 16-Jähriger kehrte er nach Großbritannien zurück, um klassische Klarinette zu studieren – das Instrument, das er auf der Karibikinsel gelernt hatte. Diese Zeit als Student wurden Hutchings’ Lehrjahre: Tagsüber lernte er den Kanon der klassischen Musik Europas, nachts wechselte er nicht nur zum Tenorsaxofon, sondern spielte auch Jamsessions bis zum Morgengrauen in einem der Jazzclubs Londons. Rasch wurden in der britischen Hauptstadt ein Soweto Kinch ebenso wie ein Evan Parker oder Courtney Pine aufmerksam auf diesen großen Mann, der seine Mitspieler zumeist um Haupteslänge überragt und in dessen Händen das Tenor- aussieht wie ein Altsaxofon. Heute ist der Mittdreißiger so etwas wie das Aushängeschild der neuen und umtriebigen UK-Jazzszene.

 

Warum das so ist, zeigt Hutchings auch und gerade mit seinem Quartett Sons Of Kemet, das eines von vielen Projekten ist, in denen er sich als Saxofonist beteiligt. All das, was ihn als Instrumentalisten, als Komponisten und Bandleader auszeichnet, kulminiert in dieser Band. Zwei Schlagzeuge flechten ein polyrhythmisches Netz, das durch kraftvolle Stöße der Tuba in Schwingung gebracht wird. Darauf setzt Hutchings sein viriles und wendiges Spiel auf dem Tenorsaxofon: mit enormer Power ganz auf den eigenen Ausdruck konzentriert. Stilistisch stellt sich Shabakas Musik breit auf: Afrika und die Karibik sind zu hören, aber auch der tänzerische Impuls einer Second-Line aus New Orleans, so wie der zupackende Groove der DJ-Kultur elektronischer Clubmusik.

 

Tagesticket → SAAL: VVK 24,50 € / AK 29,00 €

ermäßigt: VVK 22,00 € / AK 26,00 €

Nürnberger Jazzmusiker e.V.: VVK 12,25 € / AK 14,50 €

Alle VVK-Preise zuzüglich Gebühren)*

 

 

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